Meisterhafte Tarnung

17. Januar 2024
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17. Januar 2024 Thomas Weber

Kaum ein Mensch bekommt sie zu Gesicht, ist sie doch perfekt an ihren Lebensraum dem Schilf angepasst. Die Rohrdommel ist ein mittelgroße Reiher von gedrungenen Gestallt, die Beine sind auffällig kurz, ebenso der kräftige Hals. Ihr Federkleid ist in verschiedenen Brauntönen gehalten und mit dunklen Streifen durchzogen, was ihr eine hervorragende Tarnung im Schilf verleiht. Die Rohrdommel ist auf ein Leben im Schilf spezialisiert, leider schwinden die dafür notwenigen ausgedehnten Schilfgebiete zunehmend, wodurch der Bestand dieser eindrucksvollen Vögel weltweit zurückgeht.

An einem künstlichen Gewässer mitten im Ruhrgebiet überwinterten in den vergangenen Wintern mindestens zweit Exemplare des interessanten Reihers. Am Tage ruhen sie bewegungslos in den schmalen Schilfstreifen des Ufers, unbemerkt von den zahlreichen Passanten, Joggern und Radfahrern. Auch im aktuellen Winter sind sie wieder anwesend.

Die Herausforderung ist es die Rohrdommel erst einmal zu entdecken, dies ist mit blossen Auge nahezu unmöglich. Ein Fernglas hat mir hier geholfen, durch das größere Sichtfeld war es mir hiermit leichter eventuelle Bewegungen festzustellen, um anschließend den Bereich mit Kamera und Objektiv in den Fokus zu nehmen. So ist es mir gelungen einige Aufnahmen in einer akzeptablen Qualität zu machen.

Meist wurde das Licht bei den ersten Aktivitäten der Rohrdommel schon knapp und man musste neben lichtstarken Objektiven auch die ISO-Werte nach oben anpassen. Bevor die Reiher zum jagen abfliegen, klettern sie in die oberen Bereich der Schilfhalme, unter Zuhilfenahme des Schnabels und ihrer langen kräftigen Krallen umgreifen sie dabei geschickt mehrere der Halme. Dies ist der Moment in den man nochmal alle Kameraeinstellungen prüfen sollte, um bereit zu sein den plötzlichen Abflug des Vogels fotografisch einzufangen.

Für einigermaßen scharfe Fotos benötigte ich meist ISO-Werte jenseits von 6400 und selbst dann kam ich lediglich auf Belichtungszeiten von 1/200sec. Entsprechend hoch war der fotografische Ausschuss und ich freue mich über das ein oder andere Bild, bei dem zumindest der Körper eine annehmbare Schärfe aufweist. Durch die lange Belichtungszeit erreichte ich zumindest eine gewisse Dynamik im Bild.

Durch den starken Frost in der zweiten Woche des Januars fror der See zu und ich hoffte darauf Bilder von der Rohrdommel beim queren der Eisfläche machen zu können. Dies ist mit bisher leider noch nicht geglückt. Aber zumindest war es leichter den Abflug von der Eisfläche zu erwischen, als aus dem Schilf heraus.

 

Sofern die Rohrdommeln nicht gestört werden, werden sie sich wahrscheinlich noch bis mindesten Ende Februar in diesem Gebiet aufhalten. Erst dann werden sie wieder in ihre Brutgebiete ziehen. Bis dahin hoffe ich noch auf die ein oder andere Gelegenheit und vielleicht bekomme ich auch noch das erhoffte Bild beim queren einer Eisfläche.

 

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Sofern die Rohrdommeln nicht gestört werden, werden sie sich wahrscheinlich noch bis mindesten Ende Februar in diesem Gebiet aufhalten. Erst dann werden sie wieder in ihre Brutgebiete ziehen. Bis dahin hoffe ich noch auf die ein oder andere Gelegenheit und vielleicht bekomme ich auch noch das erhoffte Bild beim queren einer Eisfläche.

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